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Geschichte 1

Für Kinder

Schnüffel, Trüffel und der Pfeffer


Ich möchte Euch heute eine kleine Geschichte erzählen, die in dem
Wald hinter dem Wurzelberg geschehen ist.
Dort wohnen nämlich die kleinen Schnüffels, die Ihr noch näher kennen lernen werdet.

Schnüffels sind kleine, possierliche Lebewesen, die sich von den Schlümpfen nur dadurch unterscheiden,
dass sie große und lange Nasen haben, und die waren alle rot.
Sie wohnen in diesem Wald schon mehrere tausend Jahre und leben unter den Bäumen,
wobei die Wurzel des Baumes sozusagen das Gerüst, die Erde um die Wurzeln herum die Wände
und das Waldmoos das Dach dieser kleinen Behausungen bildet.

Schnüffels ernähren sich hauptsächlich von Trüffel; das sind besonders wohlschmeckende Pilze
die man nur unter der Erde findet, und um die zu finden hatten die Schnüffels ihre langen, roten Nasen.

Da diese Trüffel leider auch den Menschen sehr gut schmecken, kommt es oft vor,
dass diese in den Wald hinter dem Wurzelberg kommen um nach ihnen zu suchen.
Ihr fragt Euch jetzt, wie können die Menschen denn diese Trüffel finden,
wenn sie doch unter der Erde wachsen?
Ganz einfach, sie bildeten sich Schweine als Trüffelsucher aus,
und die nennt man dann

„TRÜFFELSCHWEINE“

Und diese Trüffelschweine machen den Schnüffels den größten Ärger, denn
dadurch haben Sie immer weniger zu Essen
und Ihre Häuser mussten dauernd neu aufgebaut werden.

Oft sitzen die Schnüffels zusammen, unterhalten sich und beratschlagen,
wie sie den Trüffelschweinen und den
Menschen einmal einen Streich spielen können, damit diese endlich aufhören ihnen das wegzunehmen,
was sie am dringendsten brauchen, nämlich die besagten Trüffel.

Heute war es wieder soweit, man saß zusammen an einem großen, runden Tisch aus Baumrinde,
überlegt und überlegt, aber keinem wollte etwas einfallen.
Plötzlich hörte man ein scharrendes Geräusch über ihren Köpfen,
das Moos des Daches bröckelte auf den Tisch,
fiel in ihren frisch gebrühten Tannentee und die Wände fingen bedrohlich an zu zittern.

„Schon wieder diese Trüffelschweine,“ rief einer der Schnüffels, und da dieser
der größte Angsthase von allen war,
sauste er davon ……. und weg war er.
„Auf Angsthase brauchen wir ja nicht mehr zu warten“, piepste der Jüngste,
„da müssen wir schon selbst was unternehmen!“

Das Zittern der Wände kam nun langsam einem Erdbeben gleich, Schnüffelkinder wurden in Windeseile
von ihren Müttern in Sicherheit gebracht,
und zwar in eine extra für Gefahren ausgebaute Höhle.
Doch was war denn mit Angsthase, warum war er denn noch nicht in dieser Höhle??

Langsam machte man sich nun doch Sorgen um ihn, aber konnte es sein, dass er vielleicht gar kein Angsthase ist ?

Ganz plötzlich wurde es ruhig, kein Erdbeben, nichts zitterte mehr und es fiel auch
kein Moos mehr auf den Tisch.  
Was war geschehen ???

Der Grund dafür war ganz einfach. Angsthase hatte sich in seiner Not
an die Schlümpfe auf der anderen Seite
des Zauberberges erinnert, und auch daran, dass es dort einen Zauberschlumpf gab.
In seiner Not suchte er sich einen Weg zu den Schlümpfen und klagte ihnen sein Leid
und das Leid aller Schnüffels. Daraufhin setzten sich alle mit Angsthase zusammen und überlegten,
wie sie die Eindringlinge aus dem Wald hinter dem Zauberberg vertreiben könnten.

Viele Pläne wurden geschmiedet und wieder verworfen, oft deswegen,
weil sie ja auch jemand hätten wehtun können,
und dass wollte man auf gar keinen Fall.

Plötzlich musste Angsthase fürchterlich niesen und sofort hatte der Zauberschlumpf die rettende Idee.

„PFEFFER!“

rief er ganz laut.

„Wir verteilen auf dem ganzen Waldgebiet wo die Trüffel wachsen, Pfeffer;“
alle waren natürlich hellauf begeistert von dieser Idee, suchten ihre ganzen Vorräte
an Pfeffer zusammen und  machten sich sofort auf den Weg.

Als sie in den Wald der Schnüffels kamen verteilten sie sich zunächst auf den Bäumen
und verstreuten den Pfeffer über die Trüffelschweine.
Holla….., war das eine Nieserei und Prusterei, und in Windeseile waren Schweine und Menschen verschwunden.

Nun wurde der restliche Pfeffer noch über dem Waldboden verteilt und Angsthase
ging sofort zu den anderen Schnüffels um ihnen alles zu erzählen.

Und wie sollte es auch anders sein, der Held des Tages war natürlich Angsthase,
der ab sofort natürlich nicht mehr so gerufen wurde.

Man feierte ausgelassen bis tief in die Nacht bei Trüffel und Tannentee,
lebte ab sofort in Ruhe und Frieden und hatte nie wieder Hunger zu leiden.



© Jochen Demuth



 
 
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